Die WHEELER Teamfahrerin Esther Süss ist die neue Europameister im Marathon.
Esthers Rennbericht
Bereits am Donnerstag am späteren Nachmittag sind wir in Albstadt angekommen. Um nach der Autofahrt die Beine noch etwas zu bewegen, beschlossen Fabienne und ich noch etwas auf die Strecke zu gehen.
Die Strecke in Albstadt muss man sich vorstellen wie eine Acht, die wir dann zweimal abfahren mussten. Es gab dann eine Nord- und eine Südschlaufe die je etwa 23km lang waren. Was wir an diesem Nachmittag noch sahen von der Strecke, war technisch nicht anspruchsvoll und liess auf ein schnelles Rennen schliessen.
Am nächsten Morgen gingen wir dann nach einem feinen Frühstück gemeinsam mit Erich auf die Nordschlaufe der Strecke, die zwar etwas mehr Höhenmeter hatte und auch den einen oder anderen Trail aber doch auch hauptsächlich aus breiter Schotterwegen bestand. Das ständige auf und ab würde am Sonntag dann schon an die Substanz gehen, das war sicher.
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ride.ch Rennbericht:
Süss(es) Solo nach Sundstedts Defekt
Bei den Damen entwickelten sich zwei Duelle. Um Gold kämpften Esther Süss und Pia Sundstedt. Die Finnin verlor nach rund 40 Kilometern Luft im Vorderrad. Süss wartete zuerst noch, doch als Sundstedt das Vorderrad wechselte, da war sie weg. Auf Nimmerwiedersehen. Süss blieb ein langer Alleingang, in dem sie immer fürchtete, dass sie von der Ex-Straßenfahrerin noch eingeholt wird. „Ich musste schon kämpfen, weil ich dachte Pia kann auf dem letzten Stück noch kommen. Aber ich muss auch sagen, ich hatte extrem gute Beine heute“, erzählte Süss im Ziel, das in einer fast unbändigen Jubelpose erreichte.
„Ich habe lange für diesen Erfolg gearbeitet“, sagte sie erleichtert.
Sundstedt bekannte, dass sie etwas enttäuscht sei. „Aber ich will mich über eine Medaille nicht beklagen“, meinte die 32-Jährige. Sie glaubte, dass es ohne den Defekt „ganz, ganz eng“ geworden wäre.
Auf Platz Drei hätte man Antonia Wipfli nicht erwartet. Sie sich selbst auch nicht. „Damit hätte ich nie gerechnet, das ist der bisher größte Erfolg meiner Karriere. Von Anfang an hatte ich gute Beine.“ Wipfli konnte die zweite große Überraschung, Bianca Knöpfle (Hubertshofen) in einer Abfahrt distanzieren. „Da konnte ich ihr nicht folgen. Ich habe zwar die Lücke noch mal zu gefahren aber es hat mich zuviel Kraft gekostet“, sagte die etatmäßige Straßenfahrerin Knöpfle, die für das Team Rothaus-Cube quasi als Mountainbike-Gastfahrerin unterwegs ist.
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